Das Anschreiben: Der Hauptteil

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Deine Fähigkeiten und Erfahrungen anschaulich darstellen

Im Hauptteil geht es darum, deine Leistungen, praktischen Erfahrungen, Erfolge sowie deine Motivation auf den Punkt zu bringen. In diesem Abschnitt musst du zum einen deutlich machen, warum du für diesen Job geeignet bist. Zum anderen muss dem Personaler bei einem Global Player klar werden, warum du dich gerade für dieses Unternehmen entschieden hast. Diese beiden Punkte kannst du im Hauptteil getrennt voneinander ausführen. Sie können aber auch miteinander verwoben sein.

Generell sollte man in diesem Teil nicht den Lebenslauf wiederholen. Wie schon zu Beginn dieses Artikels gesagt, lesen die Personaler den Lebenslauf häufig zuerst – aber hoffentlich nicht in Form des Anschreibens ein zweites Mal. Stattdessen solltest du in diesem Teil deine individuellen Stärken herausarbeiten: Inwiefern unterscheidest du dich von anderen Bewerbern? Mache deutlich, welche Eigenschaften du mitbringst, die für das Unternehmen einen Mehrwert darstellen. Wenn möglich, quantifiziere deine Erfolge. Und: Picke dir lieber ein paar Highlights heraus und erläutere sie statt zu viele Dinge einfach aufzuzählen, ohne sie zu beschreiben.

Eine Grundregel für diesen Teil des Anschreibens ist: Stelle einen Bezug her von deinen bisherigen und jetzigen Aufgaben zu den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle. Dazu kannst du...

  1. Tätigkeiten in deinen Praktika bzw. während deines Engagements außerhalb des Studiums (z. B. in Studentenorganisationen oder Vereinen) beschreiben.
  2. Sonderaufgaben und Projekte nennen und beschreiben, die für den Arbeitgeber interessant sein könnten. Hast du beispielsweise schon einmal einen Kollegen vertreten?
  3. auf Studienschwerpunkte oder deine Diplomarbeit eingehen, falls ein Bezug zur Stelle besteht.

Beschreibe deine Qualifikationen beispielhaft – aber übertreibe nicht

Um den Personaler in deinem Anschreiben davon zu überzeugen, dass du die geforderten Qualifikationen mitbringst, solltest du deine Tätigkeiten beispielhaft belegen. Mache deutlich, welchen Nutzen das Unternehmen/die Organisation durch deine Tätigkeiten hatte. Sehr interessant ist für den Leser außerdem, inwiefern du Führungsaufgaben übernommen hast. Falls es einen guten Bezug gibt, kannst du auch eine Auszeichnung erwähnen. Achte jedoch insgesamt darauf, nicht zu dick aufzutragen. Und noch ein Hinweis: Schreibe möglichst konkret. Beispielformulierungen wie diese können dir behilflich sein:

  • „Als … habe ich erfolgreich … und … umgesetzt.“
  • „In meinem Praktikum war ich verantwortlich für … und … .“
  • „In dieser Zeit war ich schwerpunktmäßig für … und … zuständig.“
  • "Ich bin ein ambitionierter Mensch mit ausgeprägten analytischen und kommunikativen Fähigkeiten. Diese konnte ich bei XY in dem Projekt … unter Beweis stellen. Ich habe [dies und jenes gemacht] und dadurch [dies und jenes erreicht].“
  • „Während meiner Tätigkeit bei XY habe ich ein Team von X Mitarbeitern geleitet.“
  • „Durch meine Ideen für das XY-Programm wurden X Euro eingespart.“
  • „Während meiner Tätigkeit bei XY habe ich ein Budget von X Euro verantwortet.“
  • „Als Projektleiter/Teamleiter habe ich … erfolgreich eingeführt/umgesetzt/am Markt positioniert.“

 

Womit Personaler hingegen nichts anfangen können, sind inhaltsleere Formulierungen wie diese:

  • „Für die XY GmbH interessiere ich mich, weil es ein internationales und dynamisches Unternehmen der Neuen Medien ist.“
  • „Die Bedeutung des Internets wächst. Kommunikation und Warenströme verändern sich in dieser neuen Ära der globalisierten Netzwerke. Mit meinen Fähigkeiten möchte ich diesen Wandel mit Ihnen zusammen unterstützen.“
  • „Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil Unternehmensberatung immer schon mein Berufswunsch war."

Dem Personaler eines Marktführers etwas Allgemeines über die Branche zu erzählen, ist überflüssig. Noch schlimmer ist es, Fähigkeiten aufzulisten, die man nicht belegen kann oder zu übertreiben, wie in diesem Satz eines Bewerbers: „Mein Ziel ist es, einer der prägenden Manager dieser Generation zu werden.“ Es ist zwar lobenswert, dass der Kandidat sehr motiviert ist. Allerdings wäre es viel besser gewesen, er hätte dem Recruiter Beispiele seiner bisherigen Tätigkeiten geliefert, die sein sehr ambitioniertes Ziel unterstreichen.

Beschreibe deine Soft Skills und stelle einen Bezug zum Unternehmen her

Worauf die Personaler beim Bewerbungsschreiben außerdem achten, sind Soft Skills. Überlege dir, in welchen Situationen du deine Soft Skills eingesetzt hast – und schreibe sie dann auf. Auch hierfür gilt: Beschreiben statt werten!

All die vorher genannten Punkte machen deutlich, was dich auszeichnet. Darüber hinaus solltest du den Bezug zum Unternehmen herstellen. Überlege dir dazu den roten Faden deiner bisherigen Aktivitäten. Wie passt das, was du in der Vergangenheit gemacht hast, zu dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle? Nützlich ist es, vor der Bewerbung auf der Website, in Blogs, Branchenmagazinen oder Online-Netzwerken zu recherchieren, was die Firma auszeichnet. Was unterscheidet sie von der Konkurrenz? Ein Tipp dazu: Suche in der Präsentation der Firma nach Schlüsselwörtern (z. B. „wertorientiertes Management“) und baue sie in den Text ein. Allerdings sollte man natürlich nicht ganze Passagen kopieren. Worauf es an dieser Stelle ankommt ist: Zeige, dass du verstanden hast, worum es bei der Firma und der Stelle geht. Dies kannst du beispielsweise anhand von Formulierungen wie diesen deutlich machen:

  • „An der XY Firma reizt mich besonders der wertorientierte Beratungsansatz.“


Mit dem Hauptteil hast du nun das Wichtigste aufs Papier gebracht. Jetzt folgt der Schlussteil, in dem du einen eleganten Abschluss für das Anschreiben finden solltest.


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