Der Lebenslauf für die Bewerbung bei Top-Unternehmen

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Der Lebenslauf ist das Herzstück der Bewerbungsmappe. Er macht deutlich, welche Ausbildung und praktischen Erfahrungen ein Bewerber mitbringt. Hier erfährst du, welche Elemente in den Lebenslauf für die Bewerbung bei Top-Unternehmen gehören.

Lebenslauf, CV, Curriculum Vitae
© eyewave

via fotolia

Die Kunst besteht wie beim Anschreiben darin, im Lebenslauf nur das zu präsentieren, was für den Personaler wichtig und interessant ist. Wie beim Anschreiben, so ist es deshalb auch beim Lebenslauf sehr wichtig, die Inhalte auf den jeweiligen Arbeitgeber zuzuschneiden. Dein Lebenslauf sollte ein klares Bild von dir zeichnen: Jede Station und jede Formulierung sollte auf das anvisierte Ziel hinführen – und damit einen roten Faden ergeben. Lass dich nicht dazu verleiten, aus Faulheit einen alten Lebenslauf geringfügig anzupassen. Das merkt ein Personaler sofort, und damit bist du aus dem Rennen. Individualität zählt: Behalte deshalb immer im Hinterkopf, was dich von anderen Bewerbern unterscheidet und arbeite deine Stärken heraus.

Die fünf Abschnitte des Lebenslaufs

Der Lebenslauf, auch Resume, Curriculum Vitae oder "CV" genannt, lässt sich in 5 unterschiedliche Blöcke einteilen:

  • Persönliche Daten
  • Studium und Ausbildung
  • Berufspraxis und Praktika
  • Fähigkeiten und Interessen
  • Weiterbildungen und Auslandsaufenthalte

Je nachdem, was du bisher gemacht hast, können sich einzelne Elemente überschneiden oder ganz wegfallen.

Chronologie: Das Wichtige gehört im Lebenslauf nach vorne

Auch die Reihenfolge der einzelnen Blöcke im Lebenslauf ist von Person zu Person unterschiedlich. Es gilt: Was für den Personaler wichtig ist, gehört nach vorne. Wenn du Student oder Absolvent bist, sollte der erste Block nach den persönlichen Daten der Abschnitt mit Ausbildung und Bildungsweg sein. Bei Berufserfahrenen ist es hingegen der letzte Job; bei Berufserfahrenen mit MBA ist der MBA die letzte professionelle Erfahrung und kommt daher vor die beruflichen Erfahrungen.

Innerhalb der einzelnen Blöcke solltest du rückwärts chronologisch vorgehen. Das heißt: Der aktuellste Punkt steht am Anfang, danach folgen die älteren Stationen. Wichtig ist, dass du lückenlos alle Stationen aufführst. Spätestens im Vorstellungsgespräch wirst du sonst auf die Lücken angesprochen. Das soll nicht bedeuten, dass du nun jede Station in deiner Ausbildung und jeden Aushilfsjob wahllos aufzählst. Aber es sollten eben keine zeitlichen Abschnitte bestehen, die du nicht inhaltlich ausfüllen kannst. Falls es Lücken gibt, solltest du dir überlegen, wie du sie sinnvoll schließt. So kannst du eine längere Reise nach dem Studium damit begründen, dass du in dieser Zeit deine Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen verbessert hast.

Insgesamt sollte der Lebenslauf auf keinen Fall länger sein als zwei Seiten. Jedoch sollten nur Bewerber mit einem Master oder vergleichbaren Abschluss soviel Platz in Anspruch nehmen. Wer in der Ausbildung noch nicht so weit ist, sollte alles auf einer Seite unterbringen. Gerade Personaler von Banken und Beratungen mögen es kurz und knackig. Unabhängig vom Ausbildungsstand gilt: Konzentriere dich darauf, kurz und präzise die ausgewählten Fakten wiederzugeben. Und verzichte darauf zu erklären, zu kommentieren und auszuformulieren. Dazu ist der Lebenslauf nicht da.

Bevor wir nun auf die einzelnen Blöcke eingehen, erfährst du zunächst, was du bei den Formalia beachten solltest.

Die Formalia für den Lebenslauf: Klare Struktur und übersichtliches Layout zählen

Vor deinen Lebenslauf solltest du ein Deckblatt einfügen. Nach dem Anschreiben ist dies der Auftakt zu deinem Lebenslauf samt Anlagen. Auf das Deckblatt platzierst du dein Foto, persönliche Daten und den Namen des Unternehmens, für das du dich bewirbst. Darauf folgt der tabellarische Lebenslauf.

Ein guter Lebenslauf zeichnet sich dadurch aus, dass er übersichtlich gegliedert ist und der Leser schnell die Inhalte erfasst. Deshalb solltest du die Inhalte unbedingt tabellarisch aufführen. Du kannst dir die Arbeit erleichtern, indem du zuallererst in Word eine Tabelle mit unsichtbaren Linien anlegst. Die Tabelle hat zwei Spalten: In die linke fügst du Monats- und Jahresangaben ein. In die rechte kommen Informationen zu deiner Ausbildung, Praktika, etc. Durch die Tabellenstruktur kannst du Inhalte problemlos tauschen, verschieben und löschen, ohne dass es dein Layout zerhaut.

Lebenslauf Beispiele

Für squeaker.net-Mitglieder gibt es hier kommentierte Beispiele für erfolgreiche Lebensläufe von Studenten, Absolventen und berufserfahrenen Bewerbern.

Persönliche Daten im Lebenslauf

Mit fetten und kursiven Elementen im Lebenslauf geizen

Grafisch sollte der Lebenslauf mit deinem Anschreiben eine Einheit bilden. Benutze deshalb die gleiche Schriftart und maximal zwei Schriftgrößen. Auch für die Textformatierungen gilt: Keep it simple! Mit gefetteten und kursiven Elementen solltest du sehr geizig sein, damit der Leser den Überblick behält. Wir empfehlen, nur den eigenen Namen und die Organisationsnamen bei den einzelnen Stationen fett zu schreiben. Für ein harmonisches Layout solltest du auch genug Weißraum lassen und den Personaler nicht mit zu viel Text erschlagen. Falls du in Platznot gerätst, kannst du die Seitenränder verkürzen, den Zeilenabstand verkleinern oder den Abstand zwischen Text und Bulletpoints reduzieren. Reize das aber nicht bis ins Letzte aus, sonst wirkt die Seite überladen und unübersichtlich. Ein besserer Weg zum Platzsparen besteht zum einen darin, irrelevante Bulletpoints wegzulassen oder insgesamt prägnanter zu formulieren. Zum anderen kannst du deine persönlichen Daten in der Kopfzeile unterbringen. Um insgesamt einheitlich zu bleiben, solltest du dann aber auch im Anschreiben eine Kopfzeile benutzen.

Nun zu den einzelnen Blöcken im Lebenslauf.


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