Erfahrungsbericht – Universität St. Gallen

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08.11.2024
Köln
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Eine Absolventin der Universität St. Gallen berichtet über den Masterstudiengang Master in International Affairs and Governance (MIA).

SQUEAKER

Der Bewerbungsprozess

An der HSG habe ich mich für den Master in International Affairs and Governance –MIA- beworben. Neben den regulären Unterlagen der schriftlichen Bewerbung, wie Abizeugnis, Bachelorzeugnis etc., benötigte ich zwei akademische Referenzschreiben sowie ein Motivationsschreiben. Beide geben spezifische Fragen vor, die von den Referenzstellern und dem Bewerber beantwortet werden müssen. 

Wenn man sich mit einem fachähnlichen Bachelor für das MIA-Programm bewirbt, was bei den meisten Bewerbern, die nicht von der HSG kommen der Fall ist, hat man die Chance, Ergänzungsleistungen besonderer Fächer der Bachelorstufe (bspw. Makroökonomik) nachzuholen. Deswegen gehören zur schriftlichen Bewerbung auch Kursbeschreibungen der absolvierten Fächer des Bachelorstudiengangs. So erörtert die Universität, wie viele Kurse noch zusätzlich im Masterstudiengang abgeleistet werden müssen. Sollte man sich dafür entscheiden, den Master in englischer Sprache zu studieren, muss ein IELTS Test von 7.5 oder ein TOEFL mit mind. 100 Punkten erreicht werden. Die Bewerbungsgebühr beträgt 250 Schweizer Franken. Nicht-Schweizer oder Ausländer ohne Wohnsitz in der Schweiz müssen nach Zulassung zum Masterprogramm entweder einen GMAT Score (mind. 680) nachweisen oder können am uniinternen St. Gallen-Studienfähigkeitstest teilnehmen.

St. Gallen

Ich habe mich für den Test »vor Ort« entschieden. Am Testtag teilte man uns die Zahlen der Bewerber mit: 1.100 Bewerber in zwei Messehallen »kämpfen« um ca. 120 Plätze (Bachelor und Master), wobei ca. 15 Plätze an nichtdeutschsprachige Bewerber vergeben werden. Für 20 Prozent der Bewerber, bei denen eine Zulassung auf der Kippe steht, weil sie die notwendige Punktzahl knapp unterschritten haben, werden Interviews zur Studienmotivation durchgeführt, die darüber entscheiden, ob man einen Platz bekommt oder nicht.

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Das Masterstudium und die Hochschule

Der Studiengang MIA (wahlweise auf Deutsch oder Englisch) zählt deswegen zu einem der begehrtesten Masterprogramme in der Schweiz, weil er mehrere fachliche Disziplinen in seine Lehre miteinschließt. VWL, BWL, Politikwissenschaften und Kulturwissenschaften gehören zu den grundlegenden Bestandteilen des Curriculums. Durch diese interdisziplinären Fächergruppen steht einer Karriere in der Privatwirtschaft oder im Öffentlichen Dienst nichts im Wege. Die Professoren der englischen Kurse sind meist Muttersprachler aus den USA, Kanada oder Großbritannien – man kann sich also auf ein sehr gutes Englisch einstellen. 

Alle Dozenten halten ihre Vorlesungen mit viel Begeisterung und sehr fesselnd; so war ich das an einigen Hochschulen in Deutschland nicht gewohnt. Der Lernaufwand ist ziemlich gewaltig. Man muss konstant arbeiten, da es in den meisten Fächern alle ein bis zwei Wochen Hausarbeiten oder Tests gibt, die das Wissen und den Lernaufwand überprüfen. Aus diesen ergibt sich dann in Kombination mit einer Klausur, einer mündlichen Abschlussprüfung oder einer Hausarbeit die Endnote. Die HSG hat herausragende Auslandskooperationen mit über 150 Partner-Hochschulen in der ganzen Welt. Außerdem kann man im Rahmen des MIA Masters an einem Doppel-Masterprogramm teilnehmen und ein Studienjahr seines zweijährigen Masters an renommierten Hochschulen in Frankreich, Korea oder- den USA verbringen. Weiterhin ist das bekannte St. Gallen-Symposium jährlicher Gastgeber einer der bedeutendsten studentisch organisierten Wirtschaftskongresse der Welt. Die HSG zählt für mich zu einer der besten Hochschulen Europas, da es hier eine Top-Lehre und ein super Betreuungsverhältnis zu angemessenen Studiengebühren gibt. Ein Studium in Großbritannien vom selben Kaliber kann einen das Drei- bis Fünffache kosten.

Erfahre mehr über das Master-Studium an der Universität St. Gallen.
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