MBA-Studium an der ESCP Europe, Paris

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Falk Wisinger gründete 2003 sein Unternehmen City Investments und studierte von 2002 bis 2003 an der ESCP Europe

Campus der ESCP-Paris
Image by R-Hudit via Wikimedia

Wie kamen Sie darauf, ein MBA-Studium an der ESCP Europe zu absolvieren?

Der Grund ist denkbar einfach: Ein Ingenieursstudium ist sehr detailliert und bildet hervorragend und auch recht breitgefächert aus. Allerdings sind die Lerninhalte naturgemäß begrenzt. Nach 6,5 Jahren Berufserfahrung im Bereich Bauleitung, Projektleitung und Projektkalkulation stellte ich fest, dass ich mich von der technischen Seite immer weiter entfernte und mich eher mit Themen wie Management, Strategie und Finanzierung von Projekten beschäftigte. Zur Erweiterung meines Blickfeldes und Vertiefung meiner Managementfähigkeiten lag der postgraduale Studiengang Master of Business Administration nahe. Da ich mich im Vorfeld für ein 12-monatiges Vollzeit-MBA-Studium und nicht für ein zweijähriges Programm entschieden hatte, erschien mir Europa als adäquate Plattform, insbesondere weil ich meine Sprachkenntnisse im Französischen erweitern wollte. Von dieser Grundvoraussetzung ausgehend, kam dann auch nur Frankreich für mich in Frage und dies führte schließlich zu meiner Bewerbung bei der ESCP Europe in Paris.

Gab es noch andere Business Schools ausser der ESCP, die für Sie interessant waren?

In der Tat war HEC Paris ebenfalls eine Option. Ich wollte meinen MBA in einer großen Stadt absolvieren, weil ich danach plante, in dieser Stadt eine Firma zu gründen. Dementsprechend kam HEC auch in Frage. Ich habe mich bei beiden Programmen beworben und wurde bei beiden angenommen. Ich legte meinen Fokus damals auf den Bereich Finance & Strategy: Die Professoren für diese Themen waren dann auch meine Interview-Partner bei ESCP Europe. Beide waren mir sehr sympathisch. Insofern ergab sich hier eine persönliche Präferenz. Mein Empfang in Paris war ebenfalls eine sehr angenehme, individuelle und persönliche Erfahrung. Dies war bei HEC so nicht der Fall. Desweiteren kam es mir entgegen, dass die Teilnehmerzahl bei ESCP Europe eher gering war, dafür aber die Teilnehmer über langjährige Berufserfahrung verfügten. Im Hinterkopf hatte ich damals bereits sicherlich auch, dass ich vielleicht jemanden treffen würde, der sich mit meinem Ziel, ein Unternehmen zu gründen, identifizieren würde. Deswegen hätte es mir wenig geholfen, wenn ich mit 27- oder 28-jährigen zusammen studiert hätte. Die Entscheidung für die ESCP Europe lag dementsprechend auf der Hand, da ich hier mit 30 bis 45-jährigen zusammenarbeiten konnte.

Falk Wisinger, Absolvent ESCP-EAP Paris 2003

Falk Wisinger, Absolvent ESCP-EAP Paris

Falk Wisinger studierte Diplom-Bauingenieurwesen und sammelte zuletzt Berufserfahrung bei der privaten französischen Real Estate Private Equity Investment Gruppe Sodipierre und zuvor beim internationalen Bau- und Multiservice Konzern Bilfinger & Berger in Taiwan. Sein MBA-Studium an der ESCP Europe Business School in Paris schloss er 2003 ab und gründete im selben Jahr sein eigenes Unternehmen City Investments mit Fokus auf Investment und Advisory im Private Equity-Immobilienbereich.

Stichwort MBA-Bewerbung: Wie haben Sie Ihre Vorbereitung auf den GMAT und TOEFL empfunden?

Der TOEFL war überhaupt kein Thema, da Englisch schon in Europa meine Geschäftssprache war und in Taiwan natürlich erst recht. Die englische Sprache entwickelte sich für mich zur zweiten Muttersprache und dementsprechend war der TOEFL für mich keine Hürde. Auf den  GMAT  habe ich mich etwas intensiver vorbereitet mittels CDs und einem Buch (an den Titel des Buches kann ich mich leider nicht erinnern). Schätzungsweise zwei Wochen vor dem Test bereitete ich mich im Abend- und Wochenendstudium auf ihn vor. An meine genaue Punktzahl kann ich mich nicht erinnern: Ich weiß noch, dass ich als einer unter den ersten 10% abgeschlossen habe. Als Ingenieur mit sehr guten Englischkenntnissen und mathematischer Vorbildung erschien es mir auch nicht als zu schwer.


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