Insider-Tipps für angehende Studenten

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Campus der ESCP in Madrid
Image by R-Hudit via Wikimedia

Gibt es einen Insider-Tipp, den Sie angehenden Studenten mit auf den Weg geben können?

Man sollte auf jeden Fall die Parties mitnehmen. Es gibt ja nicht nur MBA-Parties, sondern auch die von anderen Studiengängen. Nehmt euch die Zeit, auch mal aus Paris rauszufahren. Rund um Paris gibt es wunderschöne Wälder, eine herrliche Umgebung. Studiert nicht nur! Eine generelle Botschaft lautet: „It's supposed to be fun!" Das Programm muss auch Spaß machen. Das Todernste mag ich nicht. Das heißt nicht, dass man keinen guten Abschluss machen kann: Ich habe als Jahrgangsbester abgeschlossen, habe mich sehr stark engagiert, aber habe nie vergessen, diese persönliche Bereicherung für eine Bewusstseinserweiterung wahrzunehmen. Diese Bewusstseinserweiterung hat mich dann auch dazu geführt in Frankreich - also einem anderen als meinem Mutterland, in einer anderen Sprache und mit einer anderen Kultur - eine Firma (City Investments) zu gründen. Diese kulturelle Komponente, das  Wachstum der eigenen Persönlichkeit  erschließt sich nicht aus Büchern. Mein Eindruck war, dass nicht alle Studenten meines Jahrgangs - etwa 40 - dieses Prinzip beherzigten.

Stichwort Kultur: Wieviele Nationalitäten waren in Ihrem Studiengang vertreten?

Etwa 20 bis 25. Wir hatten Deutsche, Kanadier, Inder, Venezolaner, Brasilianer, Argentinier, Afrikaner, Briten, Australier, Irländer, Schweden, Dänen, Zyprioten, Italiener, Schweizer etc. Der Jüngste war 25, der Älteste, der dann auch mein Partner in meiner Firma City Investments wurde (und heute noch ist), war damals 45.

Campus der ESCP in Berlin-Charlottenburg
Image by Lienhard Schulz via Wikimedia

Würden Sie das Studium nochmal machen?

Auf jeden Fall!

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Netzwerk, das Sie sich während Ihres Studiums aufgebaut haben und wie hat es Ihnen in Ihrer Karriere weitergeholfen?

Es gibt ja das allgemeine Alumni-Netzwerk, zu dem jeder Zugang hat, das aber eher anonym ist. Auf dieses Netzwerk greife ich überhaupt nicht zu. Ich nutze ausschließlich mein persönliches Alumni-Netzwerk, das ich mir selbst aufgebaut habe. Es gibt in diesem Netzwerk keinen Kontakt, der besonders vorherrscht. Ich greife immer wieder mal auf meine Kontakte zurück, um z.B. anderen Bekannten ein Praktikum in einem Unternehmen zu vermitteln. Oder wenn ich spezielle Fragen habe, wende ich mich an meine ehemaligen Kommilitonen in London oder Paris. Mein Mitbegründer von City Investments kam ja eben auch aus meinem MBA-Jahrgang. Einen besseren Beweis für funktionierendes Networking kann es wohl nicht geben.

Möchten Sie noch einen abschließenden Kommentar abgeben?

Ja. Ich möchte noch erwähnen, dass mir das Leben viel gegeben hat. Zunächst haben mir meine Eltern eine gute Erziehung ermöglicht. Ich denke, wenn man etwas im Leben empfangen hat, ist es ganz wichtig, auch etwas zurückzugeben. Das sehe ich leider zu wenig bei anderen Kommilitonen. Das finde ich schade, insbesondere wenn man viel erlebt hat, einen MBA gemacht hat, viel Wissen gesammelt hat. Dann kann und sollte man etwas zurückgeben. Ich persönlich engagiere mich sehr für Hauptschüler, die am Übergang stehen zwischen Schulabschluss und Ausbildung, wo ich Kurse halte an Schulen in sozialen Brennpunkten. Ich bin gerade auf dem Weg nach Berlin, um diese sozial benachteiligten Schüler zu unterstützen. Mit meiner Firma war ich auch Founding Member von AGE - Advancing Girls' Education in Afrika, einer US/Malawi-NGO, die sich für die Schulausbildung sozial benachteiligter Mädchen in Malawi einsetzt und ihnen den Besuch der Sekundarstufe ermöglicht. Ich finde, wer bekommen hat, soll zurückgeben!

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Inhalt

  1. Einleitung: ESCP Europe
  2. Ein Tag an der ESCP
  3. Insider-Tipps für angehende Studenten

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