Bewerbung

Interview: Ebner Stolz Management Consultants

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Consulting for Graduates
08.11.2024
Köln
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Wen lädt Ebner Stolz zum Vorstellungsgespräch ein? „Wir suchen keine Durchlauferhitzer“, verrät der Personaler der Managementberatung. Mit klugen Bewerberfragen hinterlässt du einen bleibenden Eindruck bei Ebner Stolz Management Consultants.

Rund 100 Mitarbeiter:innen arbeiten an fünf Standorten in Deutschland für Ebner Stolz Management Consultants. Die Managementberatung ist thematisch eher breit aufgestellt, zu ihren Kunden zählen mittelständische Unternehmen und Konzerne. Jens Petersen, seit 3 Jahren Personaler bei Ebner Stolz, erklärt, wie du mit deiner Bewerbung im Consulting überzeugst und das Vorstellungsgespräch auf Augenhöhe führst.

Welche Eigenschaften sollte ein neue:r Mitarbeiter:in mitbringen, um in Ihrem Unternehmen glücklich und erfolgreich zu werden?

Er sollte daran interessiert sein, für einen gewissen Zeitraum in der Unternehmensberatung zu arbeiten, also mindestens 3-5 Jahre bis zur Position eines Projektleiters bzw. einer Projektleiterin. Wir suchen keine Durchlauferhitzer. Wichtig sind für uns: fachliche Exzellenz, Teamorientierung und geistige Flexibilität. Es sollte jemand sein, der Dinge konkret durchdenkt und zugleich umsetzungsorientiert ist.

Wann sollte man sich definitiv nicht bei Ihnen bewerben?

Wenn jemand nur in einer Branche, nur an einem Thema oder in erster Linie rein analytisch arbeiten möchte, ohne das Geplante ‚auf die Straße‘ bringen zu wollen. Reine Analysten sind für unsere Kunden nicht so hilfreich.

Drei Dinge, die Sie im Vorstellungsgespräch positiv überraschen und Eins, das Ihnen in schlechter Erinnerung bleibt:

Grundsätzlich sollte ein Vorstellungsgespräch immer ein Gespräch auf Augenhöhe sein, ein Dialog. Gute Vorbereitung, das Einlassen auf einen echten Meinungsaustausch und kluge Argumentation sind dafür drei wichtige Voraussetzungen. Befremdlich wirkt es hingegen, wenn Bewerber:innen gar keine Fragen stellen oder nur solche, die sie sich selbst beantworten könnten. Diese Bewerberfrage hingegen beeindruckte uns: „Wie lange können Sie bei einem jährlichen Personalwachstum von 10 Prozent Ihre bisherige Unternehmens- und Beratungskultur beibehalten?“ Sie zeigte, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber sich wirklich mit unserem Unternehmen auseinandergesetzt hatte, denn das ist tatsächlich eine Frage, die uns umtreibt. Andere Kandidat:innen sprachen im Interview auch mal bis zu 40 Minuten am Stück ohne Unterbrechung – das geht natürlich gar nicht. 

Das Case Interview bei Ebner Stolz

Bewerber:innen erwarten bei Ebner Stolz Management Consultants je nach angestrebter Karrierestufe 2-3 Interview-Runden, in denen sie jeweils ein etwa einstündiges Gespräch mit einem erfahrenen Berater oder eine Beraterin führen. Das Lösen von Case Studies im Dialog ist ein wichtiger Teil dieser Interviews. In manchen Case Interviews werden Kandidat:innen auch um kurze Stellungnahmen zu aktuellen Projekten gebeten, z.B. könnte ein Geschäftsführer fragen: „Morgen früh habe ich einen Termin mit einem Anlagenbauer, dem ich ein Projekt verkaufen will. Welche Punkte bereiten Sie für das Gespräch vor?“

Was ist der größte Fauxpas, den Sie sich im Bewerbungsprozess vorstellen können oder den Sie erleben mussten?

Der größte Fauxpas ist für mich, wenn man sein Gegenüber nicht ernst nimmt, z.B. Gesprächstermine verschiebt, kurzfristig absagt, nicht mit offenen Karten spielt. Ein Bewerber kommentierte unsere Absage mit den Worten „Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich mich in einem solchen Laden wohlgefühlt hätte“ – und bewarb sich später sogar nochmal. Wenn jemand seine Bewerbung nicht ernst meint, behalten wir das natürlich im Hinterkopf.

Was unterscheidet Ihre Unternehmenskultur von der anderer Top-Managementberatungen?

Bewerber:innen sind oft überrascht, wie offen wir in Vorstellungsgesprächen reden. Wenn jemand ein Angebot vom Marktführer hat, rate ich ihm auch, das anzunehmen bzw. wäge gemeinsam mit dem Bewerbenden die Vor- und Nachteile größerer und kleinerer Beratungen ab. Nach innen sind wir ausgesprochen teamorientiert aufgestellt, lassen aber jeder Kollegin und jedem Kollegen großen individuellen Freiraum. Damit fühlt sich der Einzelne gewertschätzt und als Teammitglied anerkannt.

Wohin geht's beim Team-Event?

Zum Sommerfest am Fühlinger See in Köln. In den Projekt-Teams machen wir auch Wochenendtrips, z.B. zum Wandern nach Südtirol.

Welche 3 Dinge reizen Sie heute an Ihrem Job?

Abwechslung, Perspektive und Verantwortung.

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