Die 50er und 60er im Spiegel der MBA-Entwicklung

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Zunächst noch überwiegend als unbedeutender Zusatzerwerb zum Bachelor Degree gehandelt, ist der MBA endgültig seit ungefähr 1950 in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bis dahin boten die meisten MBA-Programme lediglich die Möglichkeit, nach einem Business Degree noch eine gewisse Spezialisierung zu erhalten, beziehungsweise zu vertiefen. Ab 1950 wurde das Kursangebot der MBA-Programme erheblich erweitert, und – noch bedeutender – es wurden für alle Teilnehmer verbindliche Pflichtkurse eingeführt, vor allem Buchführung, Management, Finanzierung und Marketing. Abgesehen davon verschob sich der Schwerpunkt der Management-Ausbildung weg von den eher technischen Fertigkeiten hin zum Faktor Mensch (optimale Produktionsbedingungen, richtiger Einsatz personeller Ressourcen, Motivation): Fertigkeiten, deren Vermittlung vor allem die MBA-Programme versprachen. Aus diesen Gründen erhielten die MBA-Programme zunehmend mehr Anerkennung und Zulauf. Ende der 50er Jahre wurden 5600 Master Degrees in Business angeboten, und der MBA nahm bereits 15% der universitären Business-Ausbildung ein.

1960-70: Sozialere Ausrichtung der MBA-Programme

Der Aufwärtstrend des MBA setzte sich im Wesentlichen fort und geriet erstmals in größere Gefahr, als durch die Studentenunruhen Ende der 60er Jahre – vornehmlich durch den Vietnamkrieg ausgelöst – das Interesse und die Wertschätzung der Studenten an einer Business-Ausbildung stark nachließen. Viele Business Schools versuchten, dem aktuellen Trend zu entsprechen, indem sie mehr ethische Inhalte in Ihre MBA-Programme aufnahmen. Unter den weiteren Maßnahmen, mit denen die Business Schools den Forderungen der neuen Studentengeneration entgegenkommen wollten, gehörten die Aufnahme von Minderheiten, vor allem Schwarzen, in die MBA-Programme und die Gewährung von Darlehen für Studenten aus Familien mit niedrigem Einkommen. Der MBA erfreute sich außerdem ungebrochen zunehmender Wertschätzung auf dem Arbeitsmarkt . MBA-Absolventen wurden wegen ihrer sehr guten praktischen Einsetzbarkeit und ihrer professionellen Einstellung geschätzt. Sie wurden als weit überdurchschnittlich flexibel, intelligent und einsatzbereit empfunden. Der Erfolg des MBA blieb deshalb auch in den kritischen Jahren 1967-1971ungebrochen, als die Business Schools insgesamt einen Abwärtstrend erlebten.


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