im Start-up

EXIST-Stipendium für die Existenzgründung aus der Hochschule

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Auf squeaker.net schreibt Markus Fischer über die optimale Vorbereitung auf eine Gründung aus der Hochschule, seine Entscheidung für die Existenzgründung sowie Nutzen und Bewerbungskriterien der Förderprogramme für Gründer und Start-ups.

Gründung, Start-Up, Alternative Karriere
© Cielo78

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Gründung oder Festanstellung? Diese Frage hast du dir vielleicht schon so oft gestellt wie ich am Ende meines Studiums. Auf der Suche nach der Antwort halfen mir zunächst interessante Praktika in Großunternehmen, die ich während meines BWL-Studiums absolvierte. Aus den Pros und Contras einer Festanstellung  entwickelte sich die Existenzgründung aus der Hochschule als Alternative. Das EXIST-Gründerstipendium hatte einen wichtigen Einfluss auf meine Entscheidung für die Gründung. Meine Motivation zur Existenzgründung ist bis heute geblieben: eigene Ideen umsetzen, sich schneller weiterentwickeln und die Chance auf eine höhere Entlohnung als im Angestelltenverhältnis. Die wichtigste Einsicht: Eine optimale Vorbereitung während des Studiums und das Wissen über Förderprogramme für Gründer bestimmen bereits die Erfolgsaussichten der Gründung.

Im Studium: verschiedene Praktika und Gründungsvorbereitung

Durch Praktika in der Konsumgüter- und Automobilbranche sowie in der Strategie- und Prozessberatung lernte ich zunächst die Abläufe in erfolgreichen, bestehenden Unternehmen kennen. Mein Fazit?

  • Pros: Arbeitseffizienz, Umsetzungsfähigkeit und professionelle interne und externe Zusammenarbeit
  • Contras: starre Routinen, feste und teilweise sehr hierarchische Strukturen und relativ wenig Bereitschaft für neue Ideen und Veränderung

Verbesserung und Veränderung waren mir wichtig. Also sammelte ich während meiner gesamten Studienzeit Gründungsideen, die mir durch den Kopf gingen. Um die ersten Ideen weiterzuentwickeln und kostenlos professionelles Feedback von Gutachtern und Coaches zu erhalten, nutzte ich das Angebot von Businessplanwettbewerbe, z.B. den Wettbewerb von NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.

Auch die universitären Grundlagen waren mir sehr wichtig. Im In- und Ausland belegte ich möglichst viele Kurse mit Gründungsbezug, wie z.B. Businessplanung, Unternehmensentwicklung oder Entrepreneurial Finance, in denen ich Gleichgesinnte traf und von unternehmerischen Vorbildern lernte.

Alle diese Erfahrungen führten schließlich dazu, dass ich zum Ende des Studiums eine innovative Geschäftsidee entwickeln konnte, die mit einem Alleinstellungsmerkmal und eindeutigem Kundennutzen eine Marktlücke schloss.

Die Entscheidung: Gründung aus der Hochschule vs. Festanstellung

Schließlich stand ich vor der Entscheidung: Existenzgründung unmittelbar nach dem Studium oder erst einmal Erfahrung in Consulting & Co. sammeln? Ein Vorteil des Direkteinstiegs war die Möglichkeit, in einem vordefinierten, professionellen Karrierepfad mit regelmäßigem, gutem Einkommen weitere Erfahrungen zu sammeln. Für die Existenzgründung sprachen neben der Umsetzung meiner eigenen Ideen die steilere Lernkurve und die Gestaltungsmöglichkeiten in allen Geschäftsbereichen. Nicht zuletzt reizte auch die Aussicht auf höhere Returns für eine Idee mit entsprechender Marktchance und guter Umsetzung. Die entscheidende Hürde für die Existenzgründung direkt nach der Uni bestand neben dem Aufbau eines komplementären Teams darin, Kapital zu beschaffen, um die Zeit ohne Umsätze zu überbrücken und Investitionen zu finanzieren. Hier erwies sich das EXIST- Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie als entscheidende Starthilfe.

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Inhalt

  1. Einleitung: Existenzgründung aus der Uni
  2. Förderung und Voraussetzungen