Die 10 größten Bewerber-Irrtümer

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08.11.2024
Köln
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Ratsuchende Bewerber finden im Internet und in manchen Büchern viele Mythen rund um die Jobsuche. squeaker.net hat für dich die größten Irrtümer zu Bewerbung und Vorstellungsgespräch gesammelt und richtig gestellt.

Gerade bei Studenten und Absolventen herrscht oft Unsicherheit darüber, welches Verhalten von ihnen als Bewerber erwartet wird. Diese Unsicherheit ist ein guter Nährboden für Vorurteile und Mythen, die nur bedingt oder gar nicht stimmen. squeaker.net klärt dich über die 10 größten Irrtümer zu Bewerbung und Vorstellungsgespräch auf und weist dir den Weg Richtung Karriere.

Irrtum #1: Bei großen Unternehmen muss man sich doch ohne ein halbes Jahr Vorlauf gar nicht erst bewerben.

Auch bei großen Unternehmen sagt mal jemand ein Praktikum ab, widerruft seine Zusage für ein Traineeprogramm oder eine Festanstellung. Das ist deine Chance, einzuspringen. Eigeninitiative kommt bei Arbeitgebern immer gut an. Ein Anruf kostet dich nichts und mit etwas Glück wird gleich ein Telefoninterview daraus, auf das du natürlich vorbereitet sein solltest. 

Irrtum #2: Netzwerke sind neumodischer Schnickschnack und helfen gar nicht bei der Jobsuche.

„Gerade für große Unternehmen gewinnen Karrierenetzwerke als Recruiting-Instrument stetig an Bedeutung. Immer mehr Bewerber knüpfen und pflegen Business-Kontakte über Netzwerk-Profile und nutzen deren Jobbörsen für die Stellensuche“, weiß Daniel Krewet, Head of Sales and Employer Branding bei squeaker.net. 

 

Irrtum #3: Das Ziel einer Bewerbung ist die Einstellung.

Das Ziel deiner Bewerbung ist erst einmal die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Hast du dieses Ziel erreicht, darfst du dir selbst gratulieren. Dann konzentrierst du dich am besten auf weitere Interviews oder Einstellungstests. Nach der erfolgreichen Gehaltsverhandlung kannst du dich über die Einstellung freuen. 

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Irrtum #4: Online-Bewerbungen machen weniger Mühe.

E-Mail- oder Online-Bewerbungen sind praktisch und kostengünstig. Doch weniger Einsatz erfordern sie deshalb nicht! E-Mails an Unternehmen müssen ebenso professionell formuliert und gestaltet sein wie postalische Bewerbungen. Fragen im Online-Formular solltest du sorgfältig und ausführlich beantworten. Verlass dich nicht auf angehängte Bewerbungsunterlagen, denn manche Personaler drucken sich Anhänge gar nicht aus.

Irrtum #5: Der Lebenslauf darf auf keinen Fall länger als eine Seite sein.

Für den Lebenslauf von Studenten und Berufseinsteigern reicht eine Seite in der Regel aus. Hast du jedoch schon etwas mehr Berufserfahrung, kann dein Lebenslauf auch 1-2 Seiten lang werden. Wichtig ist, dass du Personaler nicht mit irrelevaten Details langweilst. Beziehen sich die Angaben in deinem CV direkt auf die in der Stellenanzeige genannten Tätigkeiten, musst du dich nicht auf eine Seite beschränken.

Vorlagen

Um dir Vorlagen und Beispiele für Anschreiben zu geben, sammeln wir hier einige (anonymisierte) Beispiele für Bewerbungsschreiben und Motivationsschreiben. Lass dich von unseren Muster-Anschreiben inspirieren für dein eigenes Bewerbungsschreiben.

Irrtum #6: Ein Anruf vor dem Absenden der Bewerbung ist Pflicht.

Stimmt. Aber nur, wenn du wirklich etwas zu sagen hast. Und zwar etwas, das du durch eigene Recherchen auf den Karriereseiten des Unternehmens nicht herausfinden kannst. Du kannst zum Beispiel nach einem direkten Ansprechpartner fragen, wenn er nicht bereits in der Stellenanzeige genannt wird, oder nach Details zu angesprochen Aufgaben und Projekten.

Irrtum #7: Lücken haben in Bewerbungsunterlagen nichts verloren.

Stimmt, du sollst dich in deinen Unterlagen gut verkaufen. Doch Personaler wissen, dass auch du nur ein Mensch mit Ecken und Kanten bist. Spiel keine Rolle, sondern steh auch zu Bereichen, in denen du noch dazulernen kannst. Belege mit Beispielen aus deinem Lebenslauf, inwiefern du das schon getan hast. Das wirkt selbstbewusst, reflektiert und authentisch.

 

Irrtum #8: Am besten übe ich jede Antwort auf mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch vorher ein.

Wenn du im Interview wie ein Roboter wirken willst, ist das die richtige Strategie. Authentizität wirkt auf Arbeitgeber attraktiver. Verinnerliche Stichpunkte, aber keine ganzen Sätze. Ein erfahrener Personaler wird das sofort merken und sich fragen, ob du überhaupt spontan reagieren kannst, etwa im Umgang mit Kunden. Auch bei Einstellungstests musst du keine Lösungen auswendig lernen, sondern die Struktur der Aufgaben verstehen.

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Irrtum #9: Gewisse Fragen muss ich im Vorstellungsgespräch nicht beantworten.

Aus juristischer Sicht stimmt das natürlich. Auf unzulässige Fragen nach Familienplanung oder Parteibuch musst du nicht (ehrlich) antworten. Poch trotzdem nicht entrüstet auf deine Rechte, sondern beweis Stressresistenz. Antworte diplomatisch, z. B. „Kinder sind für mich erstmal kein Thema, meine Karriereziele hingegen schon“.

 

Irrtum #10: Bei der typischen Frage nach Stärken und Schwächen muss man mit einer versteckten Stärke, wie Perfektionismus, antworten.

Personaler haben solche Standard-Antworten von Bewerbern schon gefühlte 1000 Mal gehört und sie sowieso nie geglaubt. Zeig lieber, dass du auch um deine Schwächen weißt, lösungsorientiert denkst und bereit bist, an dir zu arbeiten. Überleg dir Situationen, in denen du das bereits getan hast.

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