Exzellenz in Consulting-Job und Bewerbung: Übertriff dich selbst, ehe es andere tun

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Exzellenz in Consulting-Job und Bewerbung: Der Anspruch klingt vermessen. Und doch ist Exzellenz das, was Young Professionals in Zukunft brauchen. Denn technologische Innovationen sind nur wertvoll, wenn Menschen sehen, was sich damit anfangen lÀsst.

Das Digitale schenkt uns eine neue Welt

KĂŒnstliche Intelligenz. Big Data. Robotik. Lernende Algorithmen. Die neuen Technologien machen Lösungen möglich, die gestern noch utopisch schienen. Wenn du auf ihrer Welle surfst, eröffnen sie dir nie dagewesene Chancen, deine KreativitĂ€t auszuspielen. Wer dagegen lieber im sicheren Badesee des Weiter-so paddelt, geht unter. Denn was Standard und standardisierbar ist, nehmen uns Digitalisierung und Automatisierung zunehmend ab.

Warum Exzellenz plötzlich zum Thema fĂŒr viele wird

FĂŒr uns Menschen bleibt die KĂŒr: das Kreative, das Problemlösen, das Schauen-ĂŒber-den-Tellerrand. Wir sehen menschliche Exzellenz in Produkten wie dem iPhone, GeschĂ€ftsmodellen wie AirBnb oder spektakulĂ€ren GebĂ€uden wie der Elbphilharmonie. Alle drei begeistern als InnovationssprĂŒnge weit jenseits von dem, was davor denkbar schien. HĂ€ufig fußen solche Innovationen auf Technologie. Zustande kommen sie allerdings, weil Menschen wie Steve Jobs, Brian Chesky oder das Architektenpaar Alexander GĂ©rard und Jana Marko erkannten, was jenseits eingefahrener Pfade möglich ist.

Die gute Nachricht lautet: Etwas von dem, was Ausnahmetalente so erfolgreich macht, steckt in jedem von uns. Jeder Mensch kann sich selbst ĂŒbertreffen. Noch allerdings rĂ€tseln Arbeitgeber und Bewerber, was die entscheidenden Skills dafĂŒr sind. Nun hat sie das Capgemini-Forschungsinstitut in einer augenöffnenden Studie entschlĂŒsselt.

Emotionale Intelligenz braucht ein Upgrade

DafĂŒr befragt wurden 2000 Mitarbeiter und Manager in elf LĂ€ndern, und das ist ihre Antwort: Tempo und KomplexitĂ€t der VUKA-Welt stellen höchste Anforderungen an die Persönlichkeit. Wenn kĂŒnstliche Intelligenz ihre Kraft entfalten soll, brauchen wir emotionale Intelligenz und zwar auf einem neuen Niveau. Idealerweise denken Young Professionals auf allen Ebenen so offen, agil und auf das große Ganze fokussiert, wie es bisher vornehmlich von Leaderinnen und Leadern erwartet wurde. Am besten gelingt das Menschen mit dem starken Wunsch, bei dem, was sie tun, Exzellenz zu erreichen.

Exzellenz ist das, was du in den nĂ€chsten fĂŒnf Minuten tust

Der hochdekorierte, tief gefallene und immer wieder aufstehende Golf-Weltstar Tiger Woods beschreibt diese innere Haltung so: "Ich will das Bestmögliche aus mir herausholen. Das ist fĂŒr mich professionelle Exzellenz." Exzellenz heißt also nicht, dass du schon alles erreicht hast. Sie bedeutet, dass du an dich den Anspruch stellst, an deinen Aufgaben zu reifen und ĂŒber den Stand von heute hinauszuwachsen (engl. to excel oneself = sich ĂŒbertreffen).

Auf dem einfachsten Level zeigt sich das Streben nach Exzellenz in dem, was du in den nĂ€chsten fĂŒnf Minuten tust: Fachliteratur oder Netflix-Serie? Dem ersten Impuls folgen oder doch noch mal nachdenken? Einen ausgefallenen Vorschlag abbĂŒgeln oder interessiert anhören? Einen Text raushauen oder noch eine Extraschleife drehen? Einen Fehler vertuschen oder um Verzeihung bitten und daraus lernen?

Ohne Ideen ist alles nichts

Fest steht: Am Ende der Corona-Krise werden auch viele der bisherigen AblĂ€ufe, Arbeitsformen und WissensschĂ€tze am Ende sein. Was dann zĂ€hlt, sind Mitarbeiter und Manager, die mit Unsicherheit und Zielkonflikten umzugehen wissen, KundenbedĂŒrfnisse erspĂŒren und mit ihren Anliegen Menschen beflĂŒgeln. Denn Technologie macht nur etwa 10 Prozent des digitalen Wandels aus, alles andere wird durch Menschen, deren Denken und Verhalten getrieben.

Die Capgemini-Studie offenbart allerdings: Deutschland hinkt in Sachen emotionale Exzellenz allen elf untersuchten LĂ€ndern hinterher, unter anderem Indien, China und den USA. Fast noch mehr zu denken gibt eine Studie des Merck-Konzerns: Die jĂŒngste ins Berufsleben startende Generation ist zwar exzellent ausgebildet und international aufgestellt. Die ab 1995 geborenen Zoomer zeigen sich aber weniger innovationsfreudig als ihre VorgĂ€ngergenerationen. Geht es um die Offenheit fĂŒr die Ideen anderer, landet die jĂŒngste Generation im Arbeitsleben sogar hinter allen anderen, die ergrauenden Boomer eingeschlossen. Auf einen offenen Geist aber kommt es an, wenn auch in Zukunft InnovationssprĂŒnge im Stil von AirBnb, N26 oder Blinkist gelingen sollen.


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