CEO of the Future Wettbewerb 2011

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Erfahrungsbericht

CEO of the Future Wettbewerb 2011

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Inhalt

„Herr Rieken, hätten Sie mal kurz einen Moment Zeit?!“ fragt mich der CEO eines der Partnerunternehmen des CEO of the Future Workshops 2011 während ich nach dem Finale gerade mit anderen Finalisten in der Bar in der Alpine University von McKinsey in Kitzbühel den Tag Revue passieren lasse. Nicht eine Minute später bekomme ich ein Job-Angebot von ihm…

Los ging es jedoch fast ein dreiviertel Jahr davor, als ich kurz vor Einsendeschluss noch in der Nacht eines sonnigen Frühjahrs-Tages meinen Essay einreichte, in dem ich meine Gedanken zur Zukunft des Management gesammelt und zu Papier gebracht hatte. In dem Essay habe ich nicht nur Themen wie „Komplexität“, „Interdisziplinarität“, „kollektive Intelligenz“ und „Hierarchie vs. Heterarchie“ aufgegriffen, sondern meine Thesen auch mit Zitaten und Aussagen von u.a. Thomas W. Malone, Arnold Picot und Warren Bennis untermauert. Als dann nach dem PC-based Analytik-Test und dem Assessment Center (AC) die Finalisten feststanden, ist der Hauptteil des Workshops losgegangen; Gleich am ersten gemeinsamen Abend im Seminar-Hotel ist mir (und fast allen anderen Teilnehmern) aufgefallen dass hier weder der Prototyp-BWLer noch der Prototyp-Berater ausgesucht worden war an dem Wettbewerb zu partizipieren. Alle Teilnehmer waren sehr gut ausgebildet, sind im Ausland gewesen und hatten ausgeprägte analytische Fähigkeiten aber sie hatten auch alle ein eigenes Persönlichkeitsprofil, waren Bescheiden mit Informationen zu ihren sehr guten CV‘s und einfach „etwas anders“ als der Durchschnitt – genau das hat die Gruppe so interessant gemacht. Aus 2000 jungen Bewerbern und 80 verbleibenden beim AC, eine so interdisziplinäre Gruppe (von Biowissenschaftlern über Juristen und Maschinenbauern hin zu Betriebswirten) mit so unterschiedlichen Charakteren zusammenzustellen, die zugleich eine so gute Gruppendynamik hat und man wirklich mit jedem der 20 Finalisten Abends ein Bier trinken gehen könnte fand ich sehr beeindruckend.

Die Seminare die wir während der beiden Wochenenden besuchten reichten von persönlichkeitsorientierten Kursen und gruppendynamischen Übungen bis hin zum Change Management-Fachseminar. Das gemeinsame Abend-Programm haben wir entweder an der Hotel-Bar oder – als wir bei dem zweiten Seminarwochenende in Hamburg waren – auf der Reeperbahn verbracht, teils auch mit Vertretern der Partnerunternehmen. Für das Finale hatten wir dann in Gruppen jeweils einen Case zu bearbeiten, der uns von den Unternehmen zugeteilt worden war. Dabei durfte ich mich als Molekularer Biotechnologe mit zwei Kollegen in einen Banking-Fall einarbeiten um diesen dann beim Finale in Kitzbühel vor den CEO’s der Partnerunternehmen zu präsentieren und v.a. die Fragen dazu zu beantworten. Bei der Bearbeitung des Cases wurden wir zusätzlich von Mitarbeitern aus den Firmen unterstützt. Obwohl es stets um den Titel des „CEO of the Future“ ging, hatte ich während des ganzen Wettbewerbs (auch nicht beim Finale) nie das Gefühl es ginge besonders kompetitiv zu. Allen Finalisten war klar, dass der eigentliche Gewinn bereits die Seminarwochenenden mit einer tollen Gruppe und die Chance vor den CEO’s führender Unternehmen in Deutschland die Ausarbeitung des Cases darzustellen, eigene Ideen und Lösungsvorschläge vorzustellen und diese in der Diskussion mit ihnen zu challengen.

Diesen Herbst sind wir bei einem der teilnehmenden Unternehmen zu einem gemeinsamen Wiedersehens-Wochenende eingeladen. Es wird sicherlich einiges zu erzählen geben, denn einige haben nach dem Workshop ihren Job gewechselt. Ich habe zwar auch meinen Arbeitgeber gewechselt, jedoch ist die Wahl nicht auf das den Job gefallen den mir der CEO des Partnerunternehmens beim Finale des Workshops unterbreitet hat.

Fazit

Der CEO of the Future Workshop ist wohl einer der außergewöhnlichsten und arbeitsintensivsten Karriere-Workshops in Deutschland, aber der Wettbewerb ist wirklich für jeden Finalisten ein großer fachlicher und persönlicher Gewinn und ich kann nur jeden ermutigen sich zu bewerben.

Gesamtbewertung
 

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