Fördermöglichkeiten für Start-ups

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Es gibt viele unterschiedliche Arten von Zuschüssen und Fördermöglichkeiten für Start-Ups in Deutschland. Wir stellen einige Programme vor, die sich nicht nur in der Höhe der Leistungen, sondern auch in der Art der Unterstützung unterscheiden.

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© Michael Brown

via fotolia

Förderung an der Hochschule

An den Hochschulen werden Unternehmensgründungen auf verschiedene Arten gefördert. Das wohl bekannteste Förderprogramm an Hochschulen ist das EXIST Gründerstipendium. Eine genaue Beschreibung der Leistungen und Voraussetzungen gibt Artikel 3 dieses Newsletters. In Bayern bietet das Bayerische Förderprogramm zum leichteren Übergang in eine Gründerexistenz (FLÜGGE) des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst jungen Unternehmern zudem die Möglichkeit in der Konzeptionsphase der Existenzgründung eine Beschäftigung im Umfang einer halben Stelle an der Hochschule zu erhalten. So können Start-Ups ihren Lebensunterhalt für eine Dauer von ein bis zwei Jahren sichern. Wichtig ist, dass das Unternehmen nicht schon durch andere staatliche Fördermittel wie Gründerstipendien unterstützt wird. Eine weitere Möglichkeit der Förderung bieten die Entrepreneurship Center an den Hochschulen. In München sind das das CeTIM der Universität der Bundeswehr, das LMU Entrepreneurship Center an der Ludwig-Maximilians-Universität, das Strascheg Center for Entrepreneurship der Hochschule München und die UnternehmerTUM an der Technischen Universität München. Gemeinsam bieten sie ein breites Förderangebot für Gründer aus dem Hochschulumfeld, das von Coachingleistungen bis hin zur kostenlosen Überlassung von Räumlichkeiten reicht. Genauere Angaben finden Sie auf den Seiten der unterschiedlichen Gründerzentren.

Weitere Informationen zu FLÜGGE finden Sie hier, mehr Informationen zum LMU EC gibt es hier.

Öffentliche Förderung in Deutschland

Wenn die eigenen finanziellen Ressourcen nicht ausreichen, um ein Unternehmen zu gründen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten an Kapital zu kommen. Oft denken Start-Ups dabei zuerst an VCs, Business Angels oder Banken. Doch es gibt in Deutschland mittlerweile auch eine Vielzahl an öffentlichen Fördermöglichkeiten. Diese lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Kredite, Zuschüsse und Beteiligungsprogramme. Bei Krediten hilft der Staat Start-Ups auf zwei verschiedene Arten: Zum einen gibt er den Banken eine Bürgschaft, die die fehlenden Sicherheiten der Jungunternehmer ersetzt und somit die Bereitschaft der Kreditvergabe der Banken erhöht. Zum zweiten vergibt der Staat Existenzgründern zinsvergünstigte Kredite, wie beispielsweise einen Mikrokredit. Eine andere Möglichkeit, Unterstützung von öffentlicher Hand zu bekommen, sind Zuschüsse. Dabei handelt es sich um nicht rückzahlbare Leistungen für Start-Ups beispielsweise in Form von Investitionszuschüssen oder Geldern zum Personalaufbau. Artikel 3 gibt hierzu eine detailliertere Übersicht. Die dritte Form der Förderung sind öffentliche Beteiligungsprogramme, das sind hauptsächlich privatrechtlich organisierte Gesellschaften, die durch öffentliche Mittel refinanziert werden können. Diese agieren vielfach auf Landesebene, aber auch auf Bundesebene hat sich mit dem High-Tech-Gründerfonds eine solche Institution etabliert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Gründungszuschüsse

Der vorgestellte Artikel der Gründerszene gibt einen Überblick über Zuschussmöglichkeiten für Start-Ups. Zum einen gibt es hierbei Zuschüsse für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Voraussetzung ist, arbeitslos gemeldet zu sein, dabei ist die Dauer nicht entscheidend, ein Tag der Arbeitslosigkeit reicht aus, um sich für das Programm zu bewerben. Die Höhe des Zuschusses beträgt neun Monate lang das Arbeitslosengeld plus 300 Euro. Das wohl bekannteste Zuschussprogramm für Gründungen speziell aus der Hochschule ist das EXIST Gründerstipendium. Hier können Gründerteams einen nicht zurückzahlbaren Zuschuss für Personalausgaben für bis zu drei Personen in Form von Stipendien und für Sachausgaben von bis zu 17.000 Euro bekommen. Die Förderung gilt für die Dauer von einem Jahr und Bedingung ist, dass die Gründung des Unternehmens nicht vor der Antragsstellung erfolgt ist. Eingereicht wird der Antrag durch den direkten Ansprechpartner an den Hochschulen beim Forschungszentrum Jülich. Zusätzlich zum EXIST Gründerstipendium gibt es das Programm EXIST Forschungstransfer. Es unterstützt herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Weitere interessante Zuschüsse können für Beratung und Vermarktung und für die Entwicklung von Innovationen erfolgen. So können Gründer für Gründercoachings und die Patentrecherche sowie -anmeldung starke Vergünstigungen erhalten, bei Beratungsleistungen beispielsweise je nach Region bis zu 75%.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Überblick Fördermittel in Bayern

Was gibt es für Fördermöglichkeiten für Unternehmensgründer speziell in München und Bayern? Der vorgestellte Wegweiser zu Fördermöglichkeiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gibt einen Überblick über Angebote, die Gründern aus der Region zur Verfügung stehen. Zum einen gibt es Kredite und Darlehen, bei denen die LfA Förderbank Bayern oder die Stadtsparkasse München besondere Konditionen zum Ausgleich eines Kreditausfalls anbieten. Für technologieorientierte Unternehmensgründungen bietet das Programm BayTOU Zuschüsse von bis zu 40% für Personal- Material- und Beratungskosten an. Hier sind auch die Gründer-Agenturen und die Industrie- und Handelskammern zu erwähnen, die vor allem bei Gründungsformalitäten wie der Gewerbeanmeldung sehr hilfreich sein können. Netzwerke und Wettbewerbe wie das netzwerk|nordbayern oder der Münchner Business Plan Wettbewerb versuchen, wichtige Kontakte für Gründer zu vermitteln und diese so bei der Suche nach Investoren zu unterstützen.

Förderdatenbank des BMWi

Zur besseren Übersicht über Förderprogramme von Bund und Ländern sowie der Europäischen Union möchten wir Ihnen die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vorstellen. Mit einer gezielten Suche können Gründer hier die zu ihnen passenden Förderprogramme finden. Gründer geben die Region, in der das Unternehmen gegründet wird, die Art der Förderung (Zuschuss, Darlehen etc.), sowie den Förderbereich an und finden so die auf sie zugeschnittenen Angebote. Zusätzlich bietet die Förderdatenbank ein Glossar, das die wichtigsten Fachbegriffe rund um die Förderung erklärt sowie eine Übersicht aller kurzfristig ausgeschriebenen Förderprojekte an.

Den Link zur Förderdatenbank finden Sie hier.

Mit freundlicher Unterstützung vom LMU Entrepreneurship Center

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