Social Entrepreneurship

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Social Entrepreneurship bedeutet mit innovativen Ansätzen nachhaltige Lösungen für soziale Probleme zu finden. Die Ziele dieses Unternehmertums liegen dabei nicht alleine im monetären Profit, sondern im gesellschaftlichen Nutzen.

Gründung, Start-Up, Alternative Karriere
© Cielo78

via Photocase

Bereits bevor man ein Unternehmen gründet, sollte man sich über das übergeordnete Ziel der Unternehmung und wie man seine wohltätigen Pläne und Ideen durchzusetzen kann, Gedanken machen:

Was ist Social Entrepreneurship?

Social Entrepreneurship ist eine spezielle Form des Unternehmertums, das den sozialen Gedanken mit den Werkzeugen eines klassischen Entrepreneurs kombiniert und damit versucht, einen positiven und nachhaltigen Wandel in der Gesellschaft zu erzeugen. Die traditionelle for-profit-Ausrichtung wird also durch eine soziale Komponente wesentlich erweitert. Es geht darum, ein Ziel beziehungsweise eine Mission mit Entschlossenheit und Vorstellungskraft umzusetzen. Keineswegs sollte man aber die Chancen sozialen Unternehmertums nur auf Entwicklungsländer beschränken, denn auch in hochentwickelten Ländern gibt es Missstände, die durch den Einfluss der neuartigen Ideen und Konzepte der Social Entrepreneurs verringert werden könnten. Niels Billou, Professor für Entrepreneurship und Innovation an der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin, erkennt zudem einen klaren Trend hin zu dem Social Entrepreneurship, indem Mens chen zunehmend nach einem Sinn hinter ihrem Handeln suchen. Einige Beispiele, wie betterplace, vision spring oder auch die Social Stock Exchange, die mit deren Unternehmen einen Mehrwert über das finanzielle Ergebnis hinaus schaffen, bestätigen die Einschätzung von Herrn Billou.

Lies das komplette Interview mit Niels Billou

Bedeutung von Social Intrapreneurs in der Gesellschaft

Social Intrapreneurs sind aufgrund ihrer Fähigkeit, ein Unternehmen langfristig und nachhaltig zu verändern, sehr gefragt. Sie erkennen die Tragweite ihres Unternehmens und verstehen es, außerhalb der traditionellen Corporate-Social-Responsibility Aktivitäten umweltbewusste oder wohltätige Projekte anzustoßen, die im Einklang mit den Profit- und Umsatzzielen des Unternehmens stehen. Social Intrapreneurs können innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens Einfluss ausüben. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Auswahl des Arbeitgebers von Social Intrapreneurs. Indem Sie sich als Social Intrapreneur eine geeignete Organisation aussuchen, die soziales Engagement bereits fördert, haben Sie bereits deutlich bessere Bedingungen für einen Wandel aus dem Unternehmen heraus. Das besondere an Social Intrapreneurs ist, dass sie ihre Pläne innerhalb ihrer eigentlichen Abteilung implementieren und neue bedeutende Ideen, wie beispielsweise ressourcenschonende Produkte entwickeln. Durch die enge Verknüpfung der Social Intrapreneurs an den eigentlichen Unternehmenszweck zeigen sie, dass Profit und sozialer Einsatz sich nicht gegenseitig ausschließen müssen.

Lies den kompletten Artikel über die Bedeutung von Social Intrapreneurship

When tech innovation has a social mission

Gibt es einen Mittelweg zwischen einem Non-Profit Unternehmen und einem traditionellen Profit Unternehmen? Der vorgestellte Artikel aus "The New York Times" zeigt, wie Technologieunternehmen eine soziale Mission verfolgen und dabei trotzdem Gewinne erwirtschaften können. Mozilla Corporation zum Beispiel verfolgt mit dem Produkt "Firefox Web Browser" das selbstgesteckte soziale Gut, Entscheidungsfreiheit und Innovationen im Internet zu bewahren. Ein weiteres Beispiel ist die Organisation "Tech Soup". Jährlich gibt sie kommerzielle Software an circa 50.000 Institutionen zu einem geringen Verwaltungsaufwand ab. Auch kleinere Unternehmen sind durch soziale Projekte profitabel, wie beispielsweise "The Internet Archive", die Webarchive für staatliche Bibliotheken bereitstellen. Allerdings hat die beschriebene hybride Variante eines Business Modells Grenzen und jedes Unternehmen sollte für sich einen geeigneten Ansatz finden, um monetären und sozialen Nutzen miteinander zu verbinden.

Lies den kompletten Artikel über die Verbindung von Non-Profit und Profit

Making your impact at work

Wie können Social Intrapreneurs vorgehen, um ihre wohltätigen Pläne und Ideen innerhalb des Unternehmens durchzusetzen? Die Organisation Net Impact, die Unternehmen in ihren sozialen Bemühungen aus der unternehmerischen Tätigkeit heraus unterstützt, hat mit "Making your impact at work - a practical guide to changing the world from inside any company" einen Leitfaden für die Praxis aufgestellt. Zum einen werden erfolgreiche Social Intrapreneurs, wie zum Beispiel John Rockwell, der aus seiner eigentlichen Position als leitender Qualitäts-Manager bei McDonald’s eine "Green Building Strategie" entwickelte, vorgestellt. Zum anderen liefert der Ratgeber wichtige Tipps, wie Social Intrapreneurs die Umsetzung ihrer Pläne konsequent verfolgen können. So sollte man versuchen, das soziale Vorhaben mit dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens zu verbinden. Als zweites sollte man ein enthusiastisches Team an gleichgesinnten Mitarbeitern aufbauen, das die Ideale beispielsweise durch Kick-Off Events in das restliche Unternehmen weitertragen kann. Anschließend sollte das Social Intrapreneur-Team einen Business Plan mit Daten wie Benchmarkergebnissen und Mitarbeiterbefragungen erarbeiten. Nun ist es wichtig, die verschiedenen Stakeholdergruppen von einem sozialen Wandel des Unternehmens zu überzeugen und die benötigten Ressourcen, wie finanzielle Mittel zu sichern.

Lies den kompletten Artikel über Social Business innerhalb eines Großunternehmens

Digitale Zukunft in der Dritten Welt

Der Zugang zu Wissen und Information ist heutzutage ein ganz wesentlicher Faktor für sozialen Aufstieg. Rodrigo Baggio, der Gründer von CDI, des "Comittee für Demokratisierung und Informationstechnologie" darf sich zu dem erlesenen Netzwerk der Ashoka-Fellows zählen. Sein Unternehmen verfolgt das Ziel Computerschulen in den Slums von Brasilien, den sogenannten Favelas, zu eröffnen. Die Favela-Gemeinde stellt den Raum zur Verfügung, CDI installiert die Computer und bildet zwei junge Menschen aus dem Slum als Lehrer aus. Anschließend lernen in jeder Schule im Monat bis zu 120 arme und halb-alphabetisierte Kinde, wie man einen Computer benutzt. Darüber hinaus erwerben diese Kinder ihre IT-Kenntnisse, indem sie ein Thema bearbeiten, das für sie in ihrer Umgebung unmittelbare Relevanz hat, wie z.B. Drogenhandel oder Abtreibung. Um mehr darüber herauszufinden, benutzen sie das Internet. Um Poster anzufertigen und in der Gemeinde aufzuhängen, benutzen sie einen Foto-Editor und Powerpoint. Um einen Newsletter anzufertigen, benutzen sie Word. Um Datenbänke anzulegen, Excel. So werden diese nicht nur 'computertechnisch' fit, sondern beschäftigen sich auch mit Problemen, die ansonsten tabu sind. Das bisher erreichte Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Mehr als 800 Schulen in elf Ländern in Südamerika, Afrika und Asien hat Rodrigo Baggio bereits gegründet, fast eine halbe Million Kinder haben seine Schulen besucht. Die Resonanz unschlagbar. Einem unabhängigen Marktforschungsinstitut zufolge sahen 87 Prozent aller Absolventen von CDI die Erfahrung als ausschlaggebend an, ihr Leben zu verändern.

Lies den kompletten Artikel über dieses Ashoka Projekt

Social Entrepreneurs - Zielsetzungen

Wenn man über Zielsetzung und dessen Wirkung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung von Entrepreneuren sprechen will, dann muss man in erster Linie zwischen verschiedenen Ausprägungen dieses Typus unterscheiden. So gibt es zum Beispiel auf der einen Seite klassische gemeinnützige Organisationen, die vor allem ein soziales Renditeziel verfolgen und vor allem über Spenden finanziert werden. Auf der anderen Seite gibt es dann die klassischen Wirtschaftsunternehmen, die zunächst einmal eine finanzielle Profitabilität erreichen wollen. Dazwischen gibt es aber vielerlei Ausprägungen, die beide Ziele kombinieren. So verfolgt zum Beispiel der in Mode gekommene Social Entrepreneur das Ziel der finanziellen Rentabilität und gleichzeitig will dieser einen sozialen Mehrwert stiften. Dies wird erreicht, indem im besten Falle neue Möglichkeiten und Wege erkannt werden, sowie die für die Umsetzung benötigten finanziellen und materiellen Mittel angezogen werden. Bevor man ein Unternehmen gründet, sollte man sich also schon im Grundsatz über das übergeordnete Ziel dieser Unternehmung Gedanken machen.

Lies den kompletten Artikel über die Grundlagen des Social Entrepreneurships

Mit freundlicher Unterstützung vom LMU Entrepreneurship Center

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