CEO of the Future Wettbewerb 2013

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Erfahrungsbericht

CEO of the Future Wettbewerb 2013

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Inhalt

Sonntag, 3.2.2013, 11 Uhr
Zusammen mit drei weiteren Finalisten und einem Reporter vom Manager Magazin sitze ich in einem der vielen Skilifte Kitzbühels. Unser Ziel ist der Startpunkt der Weltcupabfahrt Streif. Wir freuen uns auf eine beeindruckende Piste. Wir alle haben eine lange Nacht hinter uns. Gestern war unser großer Tag.

Samstag, 2.2.2013, 11 Uhr
24 Stunden zuvor zur selben Uhrzeit befanden wir uns noch an einem ganz anderen Ort unten im Tal, der McKinsey Alpine University. Adrett im Anzug, die Präsentation wieder und wieder zusammen mit den anderen Teammitgliedern übend und mit einer gesunden Portion Anspannung und Vorfreude auf die bevorstehende Präsentation vor einer Jury aus Vorstands- und Geschäftsleitungsmitgliedern (Bayer, Porsche, McKinsey, Bertelsmann, Vodafone, Thyssen Krupp), sowie Vertretern der Presse (n-tv, Spiegel Online, Manager Magazin). Bis zu unserer Präsentation am Nachmittag sind es noch ein paar Stündchen. Ein erstes Kennenlernen der Manager der Partnerunternehmen ist bereits beim gemeinsamen Mittagsnack möglich.
Dann geht alles ganz schnell. Wir werden in den großen Saal gebeten und beginnen unseren Vortrag. Es läuft wie am Schnürchen. Das Team ergänzt sich hervorragend. Allen kritischen Fragen können wir sachlich aber bestimmt schnell den Wind aus den Segeln nehmen. Die 40 Minuten verfliegen im Nu. Als wir den Raum verlassen haben herrscht große Freude. Wir sind uns schnell einig, dass das wohl unsere beste Leistung im Vergleich zu unseren vielen Vorläufen war. Der Eindruck wird uns kurz danach bestätigt, als wir bereits in der nach unserem Vortrag angesetzten Pause viel Lob für unsere gelungene Vorstellung erhalten. Sowohl hinsichtlich der Fokussierung unseres Themas, als auch im Hinblick auf die Art und Weise unseres Vortrags scheinen wir einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Beschwingt von so viel Lob machen wir uns auf in den Spa-Bereich des Hotels. Nun können wir uns erst mal wieder entspannen bevor am Abend die Siegerehrung und ein Galadinner auf dem Plan stehen.

Die Siegerehrung
Eine vage Hoffnung wird Wirklichkeit. Tatsächlich gewinnen wir als Team den „CEO of the Future“-Wettbewerb 2013. Und es kommt noch besser. Meine Teamkollegin belegt im Einzelranking Platz drei, bei mir wird es sogar der erste Platz. Wir sind sprachlos und freuen uns über unseren gemeinsamen Erfolg.
Nach dem Galadinner ist feiern angesagt. Aber nicht im kleinen Rahmen, sondern zusammen mit allen anderen Finalisten und Firmenvertretern, die sich im Verlauf des Wettbewerbs alle sehr schätzen und mögen gelernt haben. Die bunte Gruppe aus Psychologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Medien- und Kommunikationswissenschaftlern etc. ist sich einig: Bereits der Finaleinzug und die damit verbundenen tollen Eindrücke und Erlebnisse auf den verschiedenen Seminarwochenenden waren der größte Gewinn.

Was im Vorfeld geschah
Bevor wir uns allerdings über den Finaleinzug freuen konnten war eine Reihe von Hürden zu überwinden. Bereits Mitte September 2012 war der Bewerbungsschluss für den Wettbewerb. Zusammen mit unseren Lebensläufen sollten wir einen Essay, eine „Nachricht aus der Zukunft“, einreichen. Der Essay behandelte die potentiellen Herausforderungen, die sich einem CEO im Jahr 2030 stellen könnten. In meinem Essay thematisierte ich drei Schwerpunkte:

  • Die Erosion des gesellschaftlichen Vertrauens in staatliche Institutionen und das daraus entstehende Bedürfnis nach Verlässlichkeit, Rechtschaffenheit und Kontinuität.
  • Den technologischen Fortschritt mit Hinblick auf die steigende Beliebtheit mobiler Anwendungen, den exponentiellen Anstieg digital zugänglichen Wissens und Daten, immer kürzere Innovationszyklen sowie das Spannungsfeld aus Komfortzuwachs durch technologischen Fortschritt versus Reizüberflutung.
  • Der sich weiter intensivierende Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter und der Trend zu immer individueller ausgestalteten Arbeitszeit- und Arbeitsplatz-Modellen.
    In einem nächsten Schritt wurden wir zu einem ganztägigen Assessment-Center eingeladen. Zuvor sollten wir noch online einen quantitativen Test lösen. Der Assessment-Tag selbst war sehr eng getaktet. Neben den klassischen Aufgaben wie Gruppenarbeit, Interview und Präsentationsprüfung konnten wir uns je nach Präferenz mit verschiedenen Vertretern der Partnerunternehmen austauschen und Fragen stellen. Rund zwei Wochen später erreichte mich die freudige Nachricht; ich hatte es von den anfänglich 2000 Bewerbern unter die letzten 20 geschafft.

    Die Finalphase
    An zwei vor dem eigentlichen Finale stattfindenden Seminarwochenenden in Hamburg und in der Nähe von Köln erhielten wir von den Partnerunternehmen verschiedenste Schulungen mit Schwerpunkten im Bereich Leadership, Change- und Diversity-Management. Daneben gab es reichlich Zeit die anderen Finalteilnehmer ausführlich kennenzulernen und sich zusammen mit seinen zugeteilten Teammitgliedern über die gestellte Fallstudienfrage für das Finale auseinanderzusetzen. Die Ausarbeitung der detaillierten Fallstudienlösung erforderte nochmals vollen Einsatz. Nach zweieinhalb Monaten voller Skypekonferenzen, Brainstormings, langen Tagen und der Erstellung des Präsentationskonzepts stand unsere Lösung. Wir waren bereit für das Finale in Kitzbühel.

    Fazit

    Der „CEO of the Future“-Wettbewerb war vermutlich eine der spannendsten Erfahrungen während meines Studiums.

    Man lernt sich mit neuen Themen und Studenten bzw. Berufseinsteigern aller Fachrichtungen auseinanderzusetzen, erhält Einblick in die verschiedensten Funktionen der Partnerunternehmen, lernt viele neue spannende Menschen und Freunde kennen und erhält zu guter Letzt die Chance sich vor einer bemerkenswerten Jury zu beweisen.

    Gesamtbewertung
     

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