Geheimhaltung vs. Geistige Schutzrechte

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Wie sollten Start Ups mit ihrer Geschäftsidee umgehen? Möglichst früh den Markt testen und den Konkurrenten preisgeben? Oder geheim halten und so vor Imitation schützen? Was sind die Vor- und Nachteile der beiden Methoden?

Geheimhaltung, Sicherheit, Schutz, Schloss
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Vertraulichkeitsvereinbarung

Warum ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung für Mitarbeiter erforderlich und welche Informationen können geschützt werden? Der folgende Artikel gibt Antworten rund um den Schutz sensibler Daten im Unternehmen. Vertraulichkeitsvereinbarungen können sowohl mit Mitarbeitern als auch mit Lieferanten sowie Beta-Testern, beispielsweise bei Software Entwicklungen, abgeschlossen werden. Rechtsanwalt Alexander Bach, der auf Vertraulichkeitsvereinbarungen bei IT-Projekten spezialisiert ist, rät deshalb, den Umfang der vertraulichen Informationen immer genau zu definieren. Für bestimmte Informationen, wie solche, die einem Gericht offengelegt werden müssen oder der Allgemeinheit bzw. von dritter Seite zugänglich sind, müssen stets Ausnahmeregelungen vereinbart werden. Im Falle des Ausscheidens eines Arbeitnehmers aus dem Unternehmen ist zusätzlich die Vereinbarung eines nachträglichen Wettbewerbsverbots nötig, um die Informationen weiterhin vor der Konkurrenz zu schützen. Dabei muss der Arbeitgeber gegenüber dem Mitarbeiter eine Ausgleichszahlung für die komplette Dauer des Wettbewerbsverbots (maximal zwei Jahre) leisten. Obwohl die Vertraulichkeitsvereinbarung immer auch Vertragsstrafen beinhalten sollte, ist in der Praxis ein tatsächlicher Verstoß allerdings oft schwer nachweisbar.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Nobody cares about your secrets

Der folgende Artikel erklärt, weshalb Start Ups ihre Ideen früh kommunizieren sollten und nicht bis zum endgültigen Launch des Produktes mit der Einbeziehung der Öffentlichkeit warten sollten. Die meisten Start Ups zögern, eine nicht perfekte und vorläufige Version des Produkts zu zeigen und befürchten, dass ihre Idee kopiert werden könnte. Viele Unternehmen verpassen damit dem Artikel zufolge jedoch die Chance, frühes Feedback von potentiellen Investoren, Experten, etc. zu bekommen. Auch Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden, die das Produkt verbessern können, werden so nicht mit einbezogen. Die Angst von Start Ups, ihre Geschäftsidee könnte kopiert werden, ist unbegründet, da der Erfolg des Produktes viel mehr in der richtigen Ausführung, einem guten Management sowie den passenden Investoren etc. liegt, denn in der einzigartigen Geschäftsidee. Dazu kommt, dass vor allem große Firmen meist um einiges langsamer darin sind, Innovationen voranzutreiben und so keine große Gefahr für die Geschäftsidee des Start Ups darstellen. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens ist es wichtig, früh intensiven Kontakt zu Journalisten zu suchen und diese mit möglichst vielen Informationen für die Idee zu begeistern. Geheimhaltung kann in einigen speziellen Fällen allerdings sinnvoll sein, zum Beispiel dann, wenn ein Patent für eine Technologie angemeldet werden soll, diese aber noch nicht vollständig entwickelt ist.

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Pro und Contra Stealth Mode

Sollten Start Ups ihre Geschäftsidee geheim halten, um die Konkurrenz zu überraschen oder ist es besser, früh einen Realitätscheck durchzuführen, um Reaktionen der Öffentlichkeit und Kunden zu erkennen? Der vorgestellte Artikel wägt Vor- und Nachteile des sogenannten "Stealth Mode“ ab. Gegen die Geheimhaltung spricht vor allem, dass Recruiting deutlich schwerer ist, wertvoller Input von Kunden fehlt und Coachings von Experten schwerer zu bekommen sind. Zudem können wichtige Kontakte nur schwer geknüpft werden, wenn man die Geschäftsidee nicht vollständig preisgibt. Brachenexperten, wie Dharmesh Shah von Onstartups sind zudem der Meinung, dass Geheimhaltung vielen Unternehmen nur als Ausflucht dient, wenn diese Zweifel an ihrer Geschäftsidee haben. Wesentliche Gründe, die für die Geheimhaltung sprechen, sind: Das Start Up kann sich ganz auf die Entwicklung der Idee konzentrieren und es entstehen keine Kosten für Kommunikation und Service-Infrastruktur vor dem eigentlichen Launch. Hinzu kommt, dass man die Öffentlichkeit erst dann miteinbezieht, wenn man die überzeugenden Argumente hat und Kurskorrekturen zudem einfacher und flexibler vorzunehmen sind. Je nach Branche und Geschäftsmodell ist grundsätzlich immer zwischen Kosten und Ertrag einer frühen Kommunikation an die Öffentlichkeit abzuwägen.

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Auf der Suche nach dem Patent-Rezept

Der folgende Artikel erklärt, welche Punkte bei der Patentanmeldung zu beachten sind und gibt Tipps für die Patentanmeldung für Start Ups. Der Münchner Patentanwalt Ulrich Benedum betont, dass ein Patent für den Erfinder und Unternehmer eine unverzichtbare Versicherung ist und Start Ups dabei helfen kann, ihre Ideen in Ruhe zu einem guten Produkt und Geschäftsmodell reifen zu lassen. Problematisch für Start Ups ist Benedum zufolge vor allem das Timing: Viele Start Ups können sich zu Beginn Anwaltshonorare nicht leisten, müssen die Idee aber trotzdem so früh wie möglich schützen lassen. Sobald die Innovation nämlich öffentlich bekannt ist, gilt sie als Stand der Technik und ist somit nicht mehr exklusiv schützbar. Eine Alternative zur kostenaufwändigen Anmeldung des Patents ist nur die (in Artikel zwei und drei beschriebene) Geheimhaltung, die jedoch in der Praxis oft nicht funktioniert. Auch als Signal für potentielle Investoren lohnt es sich, Patente anzumelden, bestätigt High-Tech Gründerfond Hauptgeschäftsführer Michael Brandkamp. Am Beispiel des Brennstoffzellen-Unternehmers Sascha Kühn wird zudem deutlich, welche Schwierigkeiten besonders Gründer mit technischem Hintergrund und ohne juristische Vorkenntnisse haben. 2003 meldete er im Rahmen seiner Doktorarbeit das erste Patent an, allerdings ein Verfahrens- statt einem Produktpatent. Eine Entscheidung, die er im Nachhinein anders getroffen hätte, da Verfahrenspatente leichter zu umgehen sind und ein Missbrauch nur bei einem Blick in die Produktion zu erkennen ist.

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