squeaker.net Infografik zur Consulting Online Umfrage 2016

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Wir haben unsere neueste Umfrage unter Studenten zum Thema Unternehmensberatungen für euch ausgewertet und in einer ansprechenden Infografik dargestellt

Wovon träumen Berater? Die Ergebnisse haben wir für dich!

Befragt wurden 2.500 Studenten, immatrikuliert an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Großteil in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen, von denen 95% ein großes Interesse an einer Consulting-Laufbahn haben. Und das Fazit? Leistungsbereit! Und anspruchsvoll. Der Nachwuchs der Berater will arbeiten, viel arbeiten. Und er will verdienen – viel verdienen. Auf 60 Stunden erwartete Wochenarbeitszeit kommt der Wunsch nach einem Einstiegsgehalt von 60 Tausend Euro. Wir finden das realistisch und fair. Denn in anderen Branchen verdient man 40k bei 40 Wochenstunden.  

Junge Berater: Hit The Road

Logisch, dass da auch eine Bereitschaft zur Arbeit am Wochenende da sein muss. 22% fanden das prinzipiell okay. Up and away? Ja bitte oft! Frische Berater zieht es auf die Straße: die Reiseerwartung der Studis liegt bei der Umfrage bei 3,4 Tagen in der Woche. Und zwar stilvoll: auf internationalen Flügen wünscht sich die Mehrheit einen Business-Tarif. Das Hotel sollten drei Sterne und mehr haben. Andererseits zeigt sich auch ein erstaunlicher Pragmatismus: nationale Flüge verbringt man lieber in der Holzklasse – vermutlich kennen die jungen Berater da schon den – ohnehin geringen – Unterschied. 

Sogenannte Fun Facts kamen übrigens auch zutage: der große ‚Hotel Pain Point’ für den angehenden Berater ist z.B. das früh schließende Gym, dicht gefolgt von der zu fest unter die Matratze gesteckten Bettdecke ... Na, erkennst du dich wieder?

Name Dropping: Große Namen zählen

Top Namen sind nun mal Top Namen. Die bekanntesten Unternehmensberatungen: McKinsey und BCG, gefolgt von Roland Berger, Bain & Company, EY und weiteren. Bain hat im Vergleich zum Vorjahr gut zugelegt. Fest geplant sind die Bewerbungen nach dem Studium, natürlich, bei den alten, großen Bekannten: 78% wollen es bei Bain versuchen, 79% bei McKinsey. In Erwägung zieht der Wirtschaftsabsolvent aber ebenso oft KPMG und Oliver Wyman oder auch Accenture oder Capgemini Consulting – was nur weise ist, denn wer nur auf ein Pferd, also eine Bewerbung setzt, läuft in eine Sackgasse. 

Zusammengefasst: BCG und McKinsey sind auch 2016 die attraktivsten Namen. Auch und erst recht beim Nachwuchs.

Choose What To Fight For: Arbeitgeberwahl

Was ist dir wichtig? Was ist der Auslöser für Studenten zur Bewerbung? Nach welchen Prinzipien wird da gewählt? Hier kommt die Überraschung. Es ist nicht das Einstiegsgehalt und nicht das gute, alte Thema Work-Life-Balance. Nein, das Top Kriterium bei der Arbeitgeberwahl ist die Unternehmenskultur, ebenso wie sympathische Kollegen. Und auch hier sehr logisch, denn, kurz gesagt: Wer 60 Stunden in der Woche arbeitet, will dies in einem angenehmen Umfeld tun. Da hilft eine von oben aufgesetzte Freizeitverordnung im Verhältnis wenig weiter. 

Weiterer wichtiger Wunsch-Punkt: Karrierechancen nach dem Exit aus dem Unternehmen. Da kristallisiert sich also eine Eigenschaft des Beraters heraus: zumindest der Nachwuchs denkt weitsichtig, weniger ans schnelle Geld. Aber ans große Geld. Er ist kein Sprinter, aber ein Langstreckenläufer.

Karriereturbos und -sprungbretter

Ebenfalls wichtiges Kriterium für den perfekten Arbeitgeber: Reputation. McKinsey, Bain und die BCG besitzen, was man mit Understatement einen guten Ruf nennen darf. Welche Beratung ist dein Karriere-Turbo? Auch wenn sich in den Häusern die Karriereleitern ähneln (vom „Business Analyst“ über „Consultant“ und „Engagement Manager“ zum „Associate Partner“ bis zur Top Position „Partner“), versucht sich z.B. McKinsey in mehr Individualität. Dort wird in der Ausbildung eine maßgeschneiderte Ausrichtung in puncto Team, Sparte und Ort angeboten. So ist dann auch Platz für persönliche Wünsche und Profilplanungen. Das klingt erst recht einladend, wenn du dir noch den Listen-Ersten im Vaults-Ranking der Beratungen ansiehst: McKinsey führt auch beim Prestige vor Bain und BCG. Es gilt als perfekter Hub für Führungspositionen und biete laut Mitarbeiterbefragung die spannendsten Kunden und Kollegen.

Ka-Ching: Wo gibt's das meiste?

Bei den Gehältern scheint dann aber Bain die Pole Position einzunehmen. Laut dem Gehalts-Check der Seite Emolument zahlt das Unternehmen beispielsweise die höchsten Summen im Standort Großbritannien (z.B. 75.000 Gehalt plus 28.000 Pfund Boni). Höhere Gehälter kommen mit höheren Positionen – und in diesem Punkt lohnt sich dann doch noch einmal der Blick auf McKinsey, das schon seit Jahrzehnten als erfolgreichste Kaderschmiede gilt und diesen Ruf bis heute aufrecht erhalten kann. Vielleicht sind die Zeiten vorbei, da mehr als die Hälfte aller Vorstandschefs Top Unternehmen auf der Fortune 500 List Abkömmlinge von McKinsey waren. Aber ein Blick auf die Lebensläufe der Vorsitzenden in Großbanken wie etwa Morgan Stanley oder der Credit Suisse zeigt: McKinsey war auch hier das Sprungbrett. Dort scheint McKinsey also immer noch beste Aufstiegschancen zu bieten.

Die Methodiken im Überblick

Jede Strategieberatung hat selbstverständlich eigene Methoden und Vorgehensweisen. Im McKinsey-Way wird z.B. erst einmal recherchiert, ob die Probleme eines Kunden separate Inhalte haben oder möglicherweise zusammenzufassen sind und sich auf ein Hauptproblem reduzieren lassen. Die Vorgehensweise nennt sich dort dann „mutually exclusive, collectively exhaustive“ (MECE). Bain dagegen steht mit der „Balanced Scorecard“ für ein Beratungskonzept, das den Kunden nicht auf teilweise unerreichbare Ziele ansetzt, sondern ihn motiviert, bestehende Potentiale zunächst vollständig auszuschöpfen. Und noch individueller versucht es BCG mit seinen Marktwachstums- und Marktanteils-Matrizen, die Gründer Henderson selbst entwickelt hat. Damit versucht man, jede Herausforderung und jedes Problem eines Kunden auf eine eigene, progressive Weise anzugehen.

Alles zu seiner Zeit: Work-Life-Balance im Check

Auch eine Strategieberatung kommt um ausgewogene Arbeitsatmosphäre heute nicht mehr herum. Ist die Zeit mit 60 Stunden-Wochen und Sechs-Stunden-Nächten auch nicht vorbei – alle Consulter bieten inzwischen Maßnahmen an, die ein vorzeitiges Ausbrennen ihrer Zöglinge verhindern sollen. BCG wurde für in diesem Zusammenhang für sein Programm „Predictable Time Off“ für beste Arbeitszeiten nominiert. In bestimmten Zeiten innerhalb ihrer Projekte müssen sich Berater frei nehmen und sind von beruflicher Korrespondenz via Web und Phone abgeschottet. McKinsey geht etwas vorsichtiger beim Arbeitszeitproblem vor. Laut Partnern und Recruitern aus dem Haus bemühe man sich um individuelle und flexible Lösungen, da keine Variante für alle gleichermaßen passend ist. Projekte wie „Take Time“ and „Pace“ bieten etwa die Chance, auch mal einen Jahresurlaub von bis zu fünf bis zehn Wochen zu beantragen und damit auch Kontrolle über die perfektionierte Karriereentwicklung zu erlauben. Grundsätzlich ist auch eine projektinterne Teamplanung auch bezüglich der Ausgleichszeiten und Aktivitäten fester Bestandteil des Erfolgsrezepts. Dann würden Belastungsspitzen mit Sport-Zeiten oder Fortbildungsmöglichkeiten gedämpft.

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