Das MBA-Studium und die Bewerbung an der HEC International Business School Paris

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Erik Friedel, ehemals bei Accenture für CRM- und Internetprojekte, berichtet über sein MBA-Studium an der HEC International Business School in Paris.

Die HEC School of Management in Jouy-en-Josas bei Paris
Image by Henry, enciclophile via Wikimedia

Bei welchen Business Schools hast du dich beworben?

Ich hatte mir drei Universitäten ausgesucht: die IESE Business School - University of Navarra, die Instituto de Empresa Business School und die HEC School of ManagementINSEAD habe ich außen vor gelassen, da man fünf Jahre Berufserfahrung mitbringen sollte, wenn man hier einen MBA machen möchte. IE und HEC haben mir Angebote geschickt und ich entschied mich daraufhin für HEC - als Halbfranzose mit doppelter Staatsbürgerschaft hatte ich natürlich keine Sprachbarriere zu überwinden, weswegen ich mich auch für das komplett in französischer Sprache gehaltene MBA-Programm entschied. Das Programm dauerte 16 Monate mit dreimonatiger Unterbrechung, in der man jedoch beschäftigt ist mit der Erstellung eines Business Plans.

Was sprach noch für HEC Paris?

Ich hatte einen guten Kontakt zur Jury, der Campus hat mir sehr gut gefallen, die Nähe zu Paris (wobei hier eine kleine Einschränkung gilt: Der Campus ist ohne Verkehr in 20 Minuten zu erreichen, mit Verkehr dauert die Fahrt eine Stunde). Zudem war mir früh klar, dass ich später in der frankophonen Welt tätig sein möchte und das Netzwerk der Alumni von HEC kann mir in dieser Beziehung natürlich weit mehr behilflich sein als das von spanischen Business Schools.

Erik Friedel, Absolvent der HEC School of Management in Paris

Erik Friedel, Absolvent der HEC School of Management in Paris

Erik Friedel studierte Luft- und Raumfahrttechnik am Imperial College in London mit einjährigem Auslandsaufenthalt in Toulouse. Danach sammelte er 2,5 Jahre Berufserfahrung bei Accenture. 2002 bis 2003 absolvierte er sein MBA-Studium bei der HEC School of Management in Paris. Er ist inzwischen Director Operations bei Happytime.com.

Wie hast du dich auf den GMAT vorbereitet?

Mir bereitete der  GMAT  bzw. die Vorbereitung keine allzu großen Schwierigkeiten. Dabei kam mir mein vierjähriges Ingenieursstudium zu Gute - die mathematischen Grundlagen waren schon gegeben. Ich habe mich ungefähr 10 volle Tage auf den GMAT vorbereitet. Besonders geholfen hat mir dabei eine amerikanische Edition namens Schaum und der Probetest, den man sich im Netz herunterladen kann. Nach mehreren Durchläufen wurde klar, dass ich zwischen 630 und 680 Punkte erreichen kann. 2002 mussten die angehenden Studenten ca. 650 Punkte erzielen, um den Erwartungen der HEC zu entsprechen. Ich habe also genau das Ergebnis erreicht, was ich brauchte - dementsprechend habe ich auch keine dramatischen Erinnerungen an den GMAT.

War der TOEFL für dich relevant?

Nein, durch das Studium am Imperial College entfiel ein Englisch-Test für mich.

Stichwort Essays: Wie hast du die Vorbereitung darauf empfunden?

Ich bin eher ein Verfechter der spontanen und nicht der vorbereitet-standardisierten Antwort. Einer der Hauptpunkte war die Frage nach dem "Warum"? Warum haben Sie sich für ein MBA-Studium entschieden? Wichtig hierbei ist, dass jeder Kandidat eine präzise Vorstellung haben muss, welche Pläne er in Zukunft verfolgt. Hierbei sollte der Campus nicht als eine Single-Plattform verstanden oder das Studium als Lückenfüller in der Karriere angesehen werden. Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass sich bei HEC von 100 Personen 10 Paare gebildet haben, die auch geheiratet haben. Unabhängig davon ist es natürlich wichtig für eine Universität, was die Absolventen später vorhaben: Ist eine Selbstständigkeit geplant oder die Rückkehr in ein Unternehmen? Gelingt es im Unternehmen einen weiteren Sprung in der Unternehmenshierarchie zu machen? Bei HEC musste ich zwei Essays schreiben, die ich innerhalb eines Tages verfasste - es ist in meinem Fall ähnlich wie beim GMAT. Die Vorbereitungszeit war nicht lang. Ich habe mir hierbei immer vor Augen gehalten, dass es auf das Gesamtpaket ankommt: GMAT-Ergebnis, Essays,  Empfehlungsschreiben  (eins von Accenture), Interviews hinterlassen einen Gesamteindruck, der letztendlich zählt.


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